EDFC – das Ende einer Ära?

Daß der Erste Deutsche Fantasy Club (EDFC) e.V. ein Fantasy-Spin-Off des SFCD sei, wird nicht von allen Bürgern dieses Landes gerne gehört. Was uns aus i. d. R. gut unterrichteter Quelle zugetragen wurde, ist nicht minder unschön:

Die EDFC-Publikation schlechthin, FANTASIA, wird es zukünftig - d. h., ab sofort, wie zu lesen war - nur noch als eBook geben. Dieses Magazin, das für die Fantasy in Deutschland und im deutschsprachigen Raum ein sekundär- und literarisches Sammelwerk ohne Beispiel darstellte, wird zukünftig nicht mehr gedruckt werden.
An Druckprodukten wird der EDFC 2009 nur noch drei Bände herausbringen, darunter auch die wiederum von Frank W. Haubold zusammengestellte Jahresanthologie. Danach - ab 2010 - gibt es nur noch und ausschließlich eBooks.

Als Grund wird angegeben, daß die Mitgliederentwicklung die Finanzierung von Drucken unmöglich mache - zumal die Publikationen des EDFC seit jeher bekannt dafür waren, daß sie im Umfang gerne klotzten. Die Mitgliederzahlen seien von ehedem - ein genauer Zeitpunkt war nicht angegeben - ‘fast 600 auf mittlerweile nur noch reichlich 100′ gesunken. Eine Entwicklung, mit der sich der SFCD auch irgendwann wird auseinandersetzen müssen, denn - so der Informant: ‘Wer tritt schon in einen Club ein, wenn er sich anderswo einfacher und ohne eigenes Engagement mit Büchern und DVDs eindecken kann?’

Damit wird auch ein wenig klarer, warum der SFCD 2008 das Walter-Ernsting-Gästebuch III abnehmen sollte. Das gute Stück ist ja wohl bis heute nicht erschienen - jedenfalls auf der Website des EDFC nicht zu finden -, und vermutlich hat die finanziell bedingte Entscheidung des SFCD, das Gästebuch III nicht abzunehmen, dazu geführt, daß es gar nicht erst erscheint - und vielleicht auch niemals erscheinen wird. Aber gut …

Quarber Merkur immerhin, so hört man, wird auch weiterhin in einer Mini-Druckauflage erscheinen.

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