Vor über 100 Jahren (1908) erschien in Deutschland die wohl erste echte Science-Fiction-Serie der Welt, der Urgroßvater von Perry Rhodan & Co.
Der Luftpirat und sein lenkbares Luftschiff
Der Held der Geschichte ist Kapitän Mors, der Mann mit der Maske, dessen wirklichen Namen niemand kennt.
Verbrecherische Elemente wollten den genialen Ingenieur für ihre kriminellen Zwecke einspannen. Als er sich widersetzte, ermordete man seine Familie und stellte ihn als Massenmörder hin, so dass er sich nirgendwo mehr sicher fühlen konnte. Den Namen ‘Mors’ (lat. ‘Tod’) hat er sich gegeben, weil er für die Welt bereits tot ist - ein Mann ohne Gesicht und ohne Vergangenheit.
Aber er ist nicht ohne Macht, denn er besitzt ein riesiges Luftschiff aus Metall, ausgestattet mit Motoren und Propellern, die es so schnell und wendig machen, dass der Luftpirat sogar global agieren kann.
Erbittert bekämpft er die Spekulanten und Ausbeuter auf der ganzen Welt, denen nur das Geld wichtig ist.
Doch Kapitän Mors verfolgt noch ein größeres Ziel. Ihn locken die unbekannten Wunder des Weltraums.
Im Geheimen baut er unermüdlich an einer Weltraum-Flugmaschine, mit der er die Erde verlassen kann, um (ab Band 32) hinauszufliegen zum Mars, zur Venus, zu den Monden des Jupiter und sogar über die Grenzen des Sonnensystems hinaus.
Diese für die damalige Zeit (1908-1916) außergewöhnliche Serie mit ihren Erzählungen von außerirdischen Lebensformen und Kulturen brachte es auf 165 Hefte, dann wurde sie 1916 mit vielen anderen Heftserien verboten. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen des zu dieser Zeit (Erster Weltkrieg) herrschenden Papiermangels: alle Restbestände der von diesem Verbot betroffenen Serien wurden eingezogen und eingestampft.
Nach dem Krieg wurde die Serie leider nicht mehr fortgesetzt.
Nun aber können sich die Liebhaber nostalgischer Science Fiction freuen, denn die ersten Hefte eines lange erwarteten reprografischen Nachdrucks dieser wohl ersten deutschen SF-Romanheftserie sind erschienen.
Nähere Angaben mit zahlreichen Abbildungen findet man auf der Homepage von Frau Marianne Ehrig unter:

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